90 Jahre wurde am letzten Sonntag der
Hobbyfotograf Karl Reitmeier. Er wurde weit über die
Grenzen Freimanns bekannt für seine umfangreiche private
Fotosammlung über seinen Stadtteil. Über 100.000 Bilder und
Dokumente hat der rüstige Rentner in den letzten 50 Jahren
zusammen getragen. In unzähligen Stadtrundfahrten und
Schulvorträgen hat er seinen Mitmenschen seine Heimat Freimann
näher gebracht. Es gibt kaum eine lokalgeschichtliche
Untersuchung und Dokumentation, die ohne Karl Reitmeiers reichen
Erfahrungs- und Dokumentenschatz erstellt worden wäre.
Nicht nur das Festhalten der Geschichte des Stadtteils, sondern
auch das Gestalten seiner Heimat war und ist seine Berufung. So
ist er Gründungsmitglied des Freimanner Kulturvereins, war
Geschäftsführer des SC Freimanns, ist aktiv im Siedlerschaft
Kieferngarten e.V. und weiteren Vereinen. In der SPD feiert er
heuer sein 40. Jubiläum.
Zu seinen Ehren veranstaltete der Siedlerverein Kieferngarten
ein Fest. Zuvor besuchte die Landtagsabgeordnete Monica
Lochner-Fischer Karl Reitmeier in seinem Haus in der
Kieferngartensiedlung und überreichte ihm anläßlich des
Ehrentages eine SPD-Ehrenmedaille. Damit konnte der Jubilar
seine Sammlung von Auszeichnungen, darunter die
Verdienstmedaille der Bundesrepublik und »München leuchtet«,
komplettieren.
Zahlreiche Festredner aus Landtag, Stadtrat und von Vereinen
lobten sein langjähriges, ehrenamtliches Engagement. Unter den
Gästen waren u.a. der Sozialreferent Frieder Graffe und der
Stadtrat Peter Rupp. Reitmeier ließ es sich nicht nehmen, in
seiner Dankesrede ausführlich über die Anfänge des Aufbaus der
Gruson- und Kieferngartensiedlung in Freimann nach dem Kriege zu
referieren. Seine 90 Jahre sind ihm nicht anzumerken, so daß der
neue Pfarrer der evangelischen Gemeinde in seiner Rede zum
zukünftigen Leben des Geburtstagskindes meinte, "Man soll Gott
keine Grenzen setzen."
Wolfgang Schulz
SPD-Landtagsstimmkreis 108 |